Bild: Musée de la Ville d’eaux

Vous prendrez bien un petit verre ! (Ein kleines Glas gefällig ?)

Musée de la Ville d’eaux Spa

Sonderausstellung 2022

Das Trinkglas, welches für den Kurgast unentbehrlich ist, da er es mehrmals täglich und an mehreren Quellen benutzt zum Trinken des Thermalwassers, wird in dieser Ausstellung in den Vordergrund gestellt. Sein naher Verwandter, das Erinnerungsglas, welches oft dekoriert, immer mit sehr viel Sorgfalt angefertigt und manchmal sogar eine Rarität ist, gilt als Beweis des Aufenthalts in der Kurstadt und leistet ihm Gesellschaft. Auch die anderen Kurzubehöre wie zum Beispiel die kleine Taschen zum Transportieren der Gläser, werden ebenfalls ausgestellt.

Dank privater Sammler, die Gläser aus ganz Europa zusammen-getragen haben, teilweise seltene Stücke oder auch sogar Unikate, und der Sammlungen des „Musée de la Ville d’eaux“, kann ein origineller Aspekt des Thermalismus vorgestellt werden sowie ebenfalls ein vergessener Beruf, nämlich der Beruf des Brunnenmädchens oder Brunnenfrau. Diese Damen waren zuständig für die Sauberkeit und die Hygiene bei der Trinkkur, sie dienten als Verbindungsglied zwischen dem Arzt und den heilsamen Gewässern, als offenes Ohr für die Patienten und waren oft das konkrete Gesicht der Kur sowie manchmal auch eine Vertraute …

Bild: Gerhard Glück

Abgefahren!

Quellenmuseum Bad Wildungen

Cartoons zur Mobilität.
29. April – 14. August 2022

Quo vadis, Mobilität? Ist der E-Scooter wirklich die größte Gefahr des 21. Jahrhunderts? Fahren Autos demnächst ohne uns in den Urlaub? Hilft ein »Traumschiff«-Ausstrahlungsverbot den Klimawandel zu stoppen? Wie groß ist der CO2-Abdruck einer Himmelfahrt? Ist die gemeine Parklücke vom Aussterben bedroht? Gilt Atomstrom bei E-Bikes als Doping? Gibt es in Flugzeugen bald eine Nichtschämer-Klasse? Inwieweit hat uns die Corona-Pandemie ausgebremst? Und wo führt das alles überhaupt hin? Diese Ausstellung beantwortet die Fragen, die uns alle bewegen.

Als die ersten Automobile durch die Gegend fuhren, war deren Erfinder Gottlieb Wilhelm Daimler noch skeptisch bezüglich deren Verbreitung: »Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren«. Und auch Kaiser Wilhelm II. konstatierte: »Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung«. Knapp daneben. Mittlerweile gibt es über eine Milliarde Autos weltweit. Dazu noch Bahnen, Busse, Schiffe und Flugzeuge, aber auch Segways, Roller und Rollatoren. Das alles mit und ohne »E«. Mobilität soweit das Auge reicht. Aber wo führt uns das alles hin?

Die Crème de la Crème der deutschen Cartoonszene bringt Licht ans Ende des Tunnels der Orientierungslosigkeit. Mit dabei sind BECK, Bettina Bexte, BURKH, Uli Döring, Kai Flemming, Gerhard Glück, Greser & Lenz, Katharina Greve, Hauck & Bauer, Ruth Hebler, Oli Hilbring, Michael Holtschulte, Phil Hubbe, Rudi Hurzlmeier, AD Karnebogen, Petra Kaster, Kittihawk, Mario Lars, Piero Masztalerz, Til Mette, Denis Metz, Mock, NEL, Martin Perscheid, Thomas Plaßmann, Ari Plikat, Rattelschneck, Hannes Richert, Leonard Riegel, Stephan Rürup, Schilling & Blum, Klaus Stuttmann, Peter Thulke, Freimut Woessner, Miriam Wurster.

Eine Produktion der CARICATURA, Kassel.

„No Time For Exhibitions“, Alisa Kossak,
Foto: Alisa Kossak

No Time For Exhibitions (VIII) – Alisa Kossak

Stadtmuseum Baden-Baden
30. April –10. Juli 2022

In ihren Arbeiten verhandelt die in Leipzig lebende Künstlerin und ehemalige Baldreitstipendiatin Alisa Kossak die Beziehung von Betrachter/-innen und Kunstwerken. „No Time For Exhibitions“ hinterfragt unsere latente Zeitknappheit und den unausgesprochenen Anspruch, sich mit ungeteilter Aufmerksamkeit auf Ausstellungen und Exponate einzulassen. Das reflektierende Glas der gezeigten Werke gibt nicht nur die Sicht auf Texte und Bildmotive frei, sondern wirft den betrachtenden Blick zurück. Ergänzend bringen Kossaks Texte Affekt- und Wunschmuster ins Spiel, die beim Anblick des eigenen Spiegelbildes ihren Anfang nehmen. So bieten ihre Arbeiten dynamische Möglichkeiten der Rezeption und zeigen sich analytisch scharf wie auch spielerisch assoziativ.