Im 19. Jahrhundert wurde es Mode, vom Aufenthalt im Badeort Souvenirs als bleibende Erinnerung mitzunehmen. Foto: Stadtmuseum/-archiv Baden-Baden

Ausgepackt! – 125 Jahre Stadtmuseum Baden-Baden

Stadtmuseum Baden-Baden

23. Juli 2017 – 18. März 2018

Im Juli 1892 wurden auf Initiative des Stadtrates und Kunstdruckereibesitzers Stanislaus Kah die »Städtischen historischen Sammlungen«, heute Stadtmusem und Stadtarchiv, begründet. In 125 Jahren ist eine beachtliche und äußerst facettenreiche Sammlung entstanden. Dies verwundert nicht, blickt Baden-Baden doch auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück. Zum Jubiläum wird ausgepackt, was sonst mit der Verschlossenheit des Depots vorliebnehmen muss. Wir zeigen das Objekt mit der Inventarnummer eins, die älteste Urkunde von 1467, präsentieren römische Fundstücke oder einen Schatz seltener Goldmünzen aus der Oos. Lassen Sie sich auf der Suche nach der vergangenen Zeit von „Made in Baden-Baden“, „Stationen des Lebens“, Souvenirs berühmter Gäste bis hin zu „amtlich behütet“ überraschen!

plastic fantastic - Barbie Geschichte(n)

Quellenmuseum Bad Wildungen

3. Dezember 2017 – 28. Januar 2018
Eröffnung: Sonntag 3. Dezember, 11.30 Uhr

Die Barbie-Puppe kam und siegte. Im Nu eroberte die Modepuppe die Herzen der Mädchen. Viele persönliche Geschichten verbinden sich mit einer Barbie.

Die Ausstellung erzählt Barbie-Geschichten und die Geschichte der Barbie-Puppe. Begleitend zur Ausstellung werden szenografische Installationen von Roland Halbritter zu sehen sein. Was geschieht mit Barbie und Ken wenn sie keine Verwendung mehr in der Spielzeugwelt finden – second chance? Kann aus dem Plastik-Barbie-Kitsch Kunst werden? Ein Beitrag, der die heile Barbie-Welt hinterfragt und kritisch-künstlerisch beleuchten will.

Puppenbadestube um 1950, Linus Dähnert

"Klein, blitz blank, kurios" – Miniaturtoiletten und Puppenbäder

Stadtmuseum im Spital Crailsheim

10. Dezember 2017 - 11. Februar 2018
Eröffnung: Sonntag 10. Dezember, 11 Uhr

Die Sammlung Roland Schmitt
Vor genau 100 Jahren löste ein Pissoir eine heftige Debatte um den modernen Kunstbegriff aus. „Fountain“ ist das berüchtigtste der ersten Ready-mades der Kunstgeschichte. Der Dadaist Marcel Duchamp reichte das handelsübliche Urinbecken signiert mit „R. Mutt“ 1917 bei einer Kunstausstellung in New York ein. Für Roland Schmitt, Künstler und Kunsterzieher, ist Duchamps Objekt der Auslöser für seine Beschäftigung mit dem Thema Toilette, WC, Bad, Sanitärwesen und seiner diesbezüglichen Sammelleidenschaft. Badezimmer, ein an die Kanalisation angeschlossenes Klosett auf der Etage oder in der Wohnung kommen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts auf. 40 % aller Menschen auf der Welt verfügen auch heute noch nicht über eine Toilette. Puppenbadestube und Toilette ergänzen das Puppenhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Spiel mit dem Haushalt im Kleinformat soll Mädchen auf die ihnen zugedachte Rolle als Hausfrau vorbereiten. Die kleinen Bäder und Toiletten spiegeln Hygienestandards und Design ihrer jeweiligen Zeit: von der weiß emaillierten Blechbadewanne bis zum poppig pinken Barbie Badezimmer. Neuster Schrei des Puppenbads der Crailsheimer Holz- und Spielwarenfabrik um 1970er Jahren war die Dusche, aus der tatsächlich Wasser kam und der beleuchtete Alibert Spiegelschrank. Neben Puppenstuben WCs existiert ein Fülle von Klominiaturen: Souvenirs, Feuerzeuge, Aschenbecher, Sanitärmodelle, Behälter für Salz, Pfeffer, Senf mit und ohne Benutzer. Roland Schmitts Sammlung umfasst derzeit ca. 1000 Miniaturtoiletten, 130 Puppenbadestuben, 300 Miniaturbadewannen, 180 Miniaturplumpsklos, 400 Publikationen und mehr als 1000 Fotos.

Die Kaiserstraße, um 1910,
Stadtarchiv Norderney

„Mit allem Komfort ausgestattet“. Hotels und Logierhäuser im Seebad Norderney um die Jahrhundertwende

Museum Nordseeheilbad Norderney

21. Januar 2018 - 29. April 2018


Ein Großteil bisher ungezeigte Außenaufnahmen und Innenansichten, Wohnaccessoire und Andenken verdeutlichen die damalige Einrichtung und Ausstattung der Häuser und den gehobenen Anspruch der Gäste des Königlichen Seebades Norderney.Die Hotels und Logierhäuser warben damit, „mit allem Komfort ausgestattet“ zu sein: Hohe, luftige Zimmer und vornehme Speisesäle, elektrisches Licht und Haustelefon sowie bester Küche und die schönste Aussicht auf das Meer – das alles zu „mäßigen Preisen“.
Zwischen 1871 und 1914 wuchsen die Besucherzahlen von 5.500 auf 39.000 deutlich. Um den vielen neuen Gästen eine angemessenen Aufenthalt nach modernsten Maßstäben zu bieten, wurde eine Vielzahl neuer Hotels und Logierhäuser errichtet, die meisten im damals vorherrschenden Baustil des Historismus.
Gab es 1870 nur vier kleine Hotels, waren es bereits um 1900 22, von denen die größten wie der Kaiserhof mit bis zu 275 Betten ausgestattet waren. Die Zahl der Logierhäuser verzehnfachte sich sogar von drei um 1870 auf 32 zu Beginn des Ersten Weltkriegs.

Strandnixe, Stadtarchiv Norderney

„Ab in den Urlaub!“. Bademode im Wandel der Zeit

Museum Nordseeheilbad Norderney

6. Mai 2018 - 28. Oktober 2018

Sie kann bunt, fransig, grell, knapp, formend sowie funktionell sein und fast immer verbindet man sie mit besonderen Urlaubserinnerungen an Strand und Meer: unsere Badebekleidung. Heute gibt es die verschiedensten Stylings, Muster und Farben. Doch war das schon immer so? Wie entstanden erste Badekostüme? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Ausstellung „Ab in den Urlaub! Bademode im Wandel der Zeit“. 

Die ausgestellten Exponate präsentieren mehr als 100 Jahre Badegeschichte. Der Bikini, der dieses Jahr bereits seinen 70. Geburtstag feiert, moderne Badeanzüge, die Sportgeschichte geschrieben haben und der Monokini, der freien Blick aufs Dekolletee gewährt, sind nur ausgewählte Highlights. Accessoires wie Sonnenbrillen und -hüte, transportable Umkleidekabinen und Campingmodelle zeigen die Urlaubssehnsucht nach Sommer, Sonne und Meer.

Die Sonderausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur und wird um eigene Exponate erweitert, die erstmals in dieser Ausstellung gezeigt werden.