Museum Schlosspark Bad Kreuznach

„Wein in alten Flaschen. “

KulturViertel Bad Kreuznach
Museum Schlosspark und Museum Römerhalle

03. November 2019 – 26. Januar 2020

Der Wein, der kommt selten allein: einer seiner Begleiter ist das Glas, genauer die Weinflasche. Es gibt nicht eine sondern viele unterschiedliche Flaschen - von Material, Farben und Formen, über Zweck und Gebrauch bis zu den Moden und Stilen.

Degenhard Mays Sammlung historischer Wein- & Sektflaschen ab der Mitte des 18.Jh., mit Schwerpunkt auf dem 19.Jh., wird ergänzt mit einigen Objekten der Kreuznacher Glashütte. Alltägliches, Gebrauchsgegenstände, die im Museum Schlosspark mit anderen Augen gesehen werden können.

 

 

Museum im Schloss Bad Pyrmont

Gruß aus Pyrmont - Historische Postkartenansichten

Museum im Schloss Bad Pyrmont

26. September 2019 – 12. Januar 2020

Eröffnung: 25. September 2019, 19.00 Uhr

Vor 150 Jahren begann die sensationelle Geschichte der Postkarte in Europa. 1869 wurde die Correspondenz-Karte in Österreich erstmals postamtlich zugelassen und entwickelte sich zu einem der wichtigsten alltäglichen Kommunikationsmittel - in Zeiten von WhatsApp und Facebook kaum noch vorstellbar.

Historische Postkarten geben nicht nur Aufschluss über wichtige Ereignisse, alltägliche Kleinigkeiten, Nöte und Sorgen im Leben unserer Vorfahren, sondern dokumentieren in einzigartiger Weise die Entwicklung von Städten und Regionen. Wie Bad Pyrmont sich im letzten Jahrhundert verändert hat, zeigt die Sammlung des Museums umfangreich: Von flanierenden Kurgästen auf der Hauptallee in ihren aufwändigen Kleidern um die Jahrhundertwende über längst nicht mehr existierende architektonische Schmuckstücke wie dem alten Bahnhof bis zu den großen Klinikbauten der 1970er Jahre: Ansichtskarten belegen auch immer den jeweiligen Zeitgeist und das Selbstbild der Stadt.

Viele Kurgäste hatten natürlich auch den eigenen Fotoapparat im Reisegepäck, um ihre persönlichen Eindrücke festzuhalten. Deshalb bietet die Ausstellung zusätzlich ein besonderes Highlight für alle Technikinteressierten: Die Kamerafreunde Lippe präsentieren einen Querschnitt durch gut 100 Jahre Fotogeschichte mit typischen, seltenen und auch ungewöhnlichen Kameras. Darunter werden auch Fotoapparate der Firma Lipca sein, die in den 1950er Jahren im benachbarten Barntrup hergestellt wurden.

 

 

Städtische Museen Bad Wildungen

Die Geschichte der Bad Wildunger Kinos

Quellenmuseum Bad Wildungen

25. August – 17. November 2019

Doppelausstellung im Quellenmuseum in der Wandelhalle Bad Wildungen

Kinos spielten in Kurstädten lange Zeit eine große Rolle, da sie in das Unterhaltungsprogramm für die Gäste gezielt einbezogen wurden. Entsprechend früh, nämlich schon 1912, gab es in Bad Wildungen ein ständiges Filmangebot. Anfangs wurden Säle größerer Hotels genutzt, dann entstanden eigene Kinobauten. Die Technik war jeweils auf dem neuesten Stand; so eröffnete 1955 das „Astoria-Cinemascope-Filmtheater“ mit der modernen Breitwand-Leinwand.
Bad Wildungen besaß einmal drei Lichtspielhäuser, keines blieb erhalten. Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte der Bad Wildunger Kinos.
Integriert in die Ausstellung ist eine Sammlung von Originalgemälden des Plakatmalers Will Williams, die ein Bad Wildunger Sammler zur Verfügung stellt.
Will Williams war einer der bedeutendsten Maler von Kinoplakaten. Er arbeitete in Deutschland und den USA.
Als Willi Haseneier wurde er 1922 in Bochum geboren; er starb 2015 in Kassel.
Haseneier besuchte die Kunstakademie in Düsseldorf. Sein Leben verlief zeitweise sehr abenteuerlich. 1942 wurde er als Soldat eingezogen, aber bald wieder entlassen. Dann agierte er als Truppenbetreuer, desertierte über Dänemark, England und Nordafrika nach Italien und arbeitete schließlich für eine Propagandaabteilung der US-Streitkräfte.
In Italien entstanden durch die Regisseure Roberto Rossellini und Federico Fellini Kontakte zu den führenden italienischen Filmplakat-Künstlern. Er erlernte ihre Techniken und gestaltete 1948 sein erstes eigenes Filmplakat für den Western Spuren im Sand von John Ford.
Ausbildung und Talent eröffneten ihm eine Karriere in Deutschland. Für zahlreiche Großproduktionen wie Prinz Eisenherz, Das Gewand oder Quo Vadis schuf Williams künstlerisch hochwertige Plakate. 1959 erfolgte der Schritt nach Hollywood. Er arbeitete nun freiberuflich für die großen Studios Columbia, MGM, Fox und Disney. Und er porträtierte die großen Hollywood-Stars. Insgesamt soll Will Williams rund 1.000 Plakate und Porträts geschaffen haben.
Mit Rosita Serrano, einer in Deutschland in den 1930er und 1940er Jahren bekannte Sängerin und Schauspielerin („Chilenische Nachtigall“), lebte er einige Jahre in Chile und kehrte schließlich nach Deutschland zurück. Seit 2012 lebte er in einem Seniorenzentrum in Kassel, in dem er im März 2015 kurz vor seinem 93sten Geburtstag verstarb.