Internationale Kunstausstellung: „Erdfarbenklänge. Heimat/en in Europa. Eine künstlerische Spurensuche, Prof. Irena Ráček“

KulturViertel Bad Kreuznach
Museum Schlosspark und Museum Römerhalle

10. Mai – 29. September 2019

 „Erdfarbenklänge. Heimat/en in Europa“ ist das Thema der diesjährigen Kunstausstellung im Museum Schlosspark und dem Garten des Museums Römerhalle im Kulturviertel der Stadt Bad Kreuznach. Präsentiert wird diese Ausstellung des Museums Schlosspark mit Unterstützung des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2019, dessen diesjähriges Motto „Heimat/en“ lautet.

Die international bekannte Künstlerin Irena Ráček begibt sich auf „Spurensuche“ zu den Ursprüngen der Menschheit. Für ihr Werk erhielt die gebürtige Slowakin den Würdigungspreis des Landes Niederösterreich und wurde 2009 mit dem Professorentitel geehrt.

Mit ihren Bildern und Skulpturen möchte die Künstlerin zeigen, dass der Mensch immer noch eingebunden ist in das Werden und Vergehen der Natur. Der Mensch, der sich dessen bewusst ist, kann daraus geistige, religiöse und künstlerische Kraft schöpfen. Ihre Kunst beschäftigt sich mit der Suche des Menschen nach seinen Wurzeln, was Heimat und wo diese ist und bildet ein eindrucksvolles Zeugnis der künstlerischen Auseinandersetzung von Irena Ráček mit der Existenz und dem Ursprung, der Herkunft bzw. Heimat. Archäologie und Geschichte sind bildbestimmend.
Die aus Lehm und Erde von archäologischen Fundstätten geschaffenen Bilder und Skulpturen wirken durch deren natürliche Farben und besondere Texturen, durch Stofflichkeit und die Motive. Motiven, die der Moderne wie der Klassik und Urzeiten entspringen.

Stadtarchiv Norderney, Die Insel Norderney vom Bade-Strande, 1815.

„Das Seebad Norderney ist zur Vollkommenheit gebracht…“ Gründung und Anfangsjahre 1797 – 1850

Museum Nordseeheilbad Norderney

12. Mai - 03. November 2019

 

Vor 222 Jahren wurde die Einrichtung eines Seebades auf Norderney durch die Ostfriesischen Landstände beschlossen und im Oktober des Jahres 1797 vom preußischen König genehmigt. Zu diesem Anlass präsentiert das Museum Nordseeheilbad Norderney vom 12. Mai bis 3. November 2019 eine Sonderausstellung zur bewegten Gründungszeit des Seebades Norderney.

Die Ausstellung zeigt zudem die damals neue „Mode und Methode“ der Seebäder zur Behandlung von Atemwegs- und Hautkrankheiten und bietet einen Einblick in die Medizingeschichte. Welche „vortreffliche Einrichtung“ das Seebad Norderney war, veranschaulichen viele Reiseberichte und Briefe der Kurgäste aus den ersten Jahrzehnten des Bestehens.

 

 

 

Stadtmuseum Baden-Baden

Baden-Baden – Reise ins Weltbad

Stadtmuseum Baden-Baden
18. Mai – 10. November 2019

Verfallene Burgen, einsame Waldtäler, Wasserfälle und ein malerisch inmitten dieser Landschaft gelegenes Städtchen bedienen die Sehnsüchte der Menschen zur Zeit der Romantik. Im frühen 19. Jahrhundert wird die traditionsreiche Bäderstadt Baden-Baden als Reiseziel neu entdeckt.
Adel und Bürgertum, Regenten und Politiker, Künstler und Lebenskünstler - für sie alle ist der Besuch Baden-Badens ein Muss. Schnell entwickelt sich der Ort zum mondänen Weltbad mit einer touristischen Infrastruktur, die mancher Großstadt zur Ehre gereichen würde.
Neben Bädern, Glücksspiel und kulturellen Angeboten locken Spaziergänge und Wanderungen in der Natur, Kutschfahrten und Sport im Freien. Am Ende bleiben vom Urlaubsaufenthalt Eindrücke, Erinnerungen und die Souvenirs, die man auf der Kurpromenade in großer Vielfalt erwerben kann.

Die Ausstellung ist Teil des Kooperationsprojekts „Landpartien Nordschwarzwald – vier Ausstellungen in vier Museen“. Die städtischen Museen in Baden-Baden, Rastatt, Ettlingen und Karlsruhe-Durlach widmen sich in vier Ausstellungen dem Reisen und dem Tourismus in ihrer Region.

 

 

 

Wolfram Hahn: Aus-der-Serie-Burgbergstraße-2018

Wolfram Hahn - Mein Crailsheim

Stadtmuseum im Spital Crailsheim

1. Juni - 22. September 2019 

Fotografien 2017- 2019

Das Stadtmuseum im Spital lädt am Freitag, 31. Mai um 19 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Mein Crailsheim“ ein.

Das Stadtmuseum im Spital Crailsheim zeigt vom 01. Juni bis 22. September 2019 die Ausstellung: Mein Crailsheim. Eine aus etwa fünfzig aktuellen und historischen Fotografien sowie Zeitungsartikeln zusammengestellte Arbeit des Berliner Fotografen Wolfram Hahn. Der in Crailsheim aufgewachsene Künstler beschäftigt sich seit 2017 mit dem ehemaligen Fliegerhorst Crailsheim, der heutigen Burgbergstraße.

Hahn porträtiert das dort entstandene Wohn- und Lebensumfeld. Er richtet seinen Blick sowohl auf die teils sanierten, 1936 entstandenen Kasernen als auch auf die stark fluktuierende Einwohnerschaft. Diese setzt sich neben alteingesessenen Rentner*innen und Familien vorwiegend aus sozial benachteiligten Gruppen – Abhängigen, Obdachlosen sowie vor allem auch Geflüchteten – zusammen.

Wolfram Hahns besonderes Augenmerk liegt auf der Situation von Geflüchteten in ihrer neuen Umgebung und deren Umgang mit der neuen Heimat in Anbetracht des oft nur temporären Verbleibs an diesem Ort. Hahn vermischt seine Fotografien der dort lebenden Menschen mit historischen schwarz-weiß Aufnahmen aus der Zeit der Nutzung des Geländes als Fliegerhorst der Wehrmacht und teils farbigen privaten Bilddokumenten alteingesessener, ehemals geflüchteter Bewohner*innen der Burgbergstraße. Es entsteht ein Bild der Siedlung, welches über die Zeit hinaus einen Ort des Übergangs zeigt. Ein Resonanzraum wird eröffnet, in dem Flucht und Migration zwar immer wieder spezifisch begründet sind, jedoch auch als zeitloses Phänomen erkennbar werden.

 

 

 

© L. Klug/LVR

"Barbie. Life in plastic"

Römerthermen Zülpich
Museum der Badekultur

10. März - 25. August 2019

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur präsentieren zum 60. Geburtstag der beliebtesten Modepuppe „Barbie. Life in plastic“

Sie wird geliebt, sie wird gehasst, sie wird bespielt, sie wird gesammelt, sie wird verkannt. Es gibt kaum ein Spielzeug, über das die Meinungen so weit auseinandergehen wie bei der Barbie. Seit drei Generationen werden Diskussionen zwischen Kindern und Eltern über diese Puppe geführt.

Am 9. März 1959 wurde Barbie in einem Badeanzug auf der American Toy Fair von der Firma Mattel präsentiert. Zum „60. Geburtstag“ der Barbie zeigen die Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur nicht nur die Original-Barbie, sondern auch Barbies Freunde, Verwandte und vergleichbare Modepuppen.
Die Barbies verschiedener der Sammler wie Roland Halbritter und Gesine von Postel werden nicht nur ausgestellt, sondern sind auch Bestandteile von Szenographien, die witzig, ernst, aber auch skuril sind.
Gliederpuppen, die bekleidet und ausgezogen werden, gab es bereits in der Antike. Und auch die Modepuppe Barbie aus Plastik ist nicht die erste, welche auf den Markt kam. Die Idee zu einer 30 cm großen, schlanken, figurbetonten, einen kecken blonden Pferdeschwanz tragenden Puppe kam ursprünglich aus Deutschland. Es war die Bild-Lili, eine Figur aus einem Comic, das Reinhard Beuthien seit 1952 für die Bild-Zeitung zeichnete. Sie wurde 1955 von der Spielzeugfirma O. & M. Hausser auf den Markt gebracht und von der Firma Mattel kopiert. Bild-Lili wurde als kecke, für die Wirtschaftswunderzeit sexy Femme Fatale für Erwachsene produziert und nicht für Kinder.
Zu kaufen gab es sie nur in Kiosken und Tabakgeschäften.
In Deutschland trat die Barbiepuppe Ihren Siegeszug erst 1964 an. Bis heute wurden weitere Modepuppen auf den Markt gebracht, so z.B. Puppen, die den durchschnittlichen Proportionen des menschlichen Körpers entsprechen oder die speziell für den arabischen oder afrikanischen Raum konzipiert worden sind.

Die bekannteste und meistverkaufte Puppe weltweit ist jedoch die Barbie. Dies liegt unter anderem an dem ausgeklügelten Marketingkonzept der Firma Mattel, die im Laufe der Jahrzehnte eine „Barbiewelt“ aufbaute.

Nicht nur, dass Barbie Ken zur Seite gestellt wurde, es kamen neben Freundinnen und Freunden auch Familienmitglieder auf den Markt. Mattel erweitert bis heute seine Barbieproduktpalette um die neuesten Modetrends, aber auch mit Spielhäusern, Fahrzeugen, Pools, etc., so dass Barbie zum Spiegel des jeweiligen Zeitgeistes wurde.