GEORG HOPPENSTEDT - Im Garten der Bilder

Museum im Schloss Bad Pyrmont

16. Dezember 2021 bis 20. Februar 2022

Für den Künstler Ceorg Hoppenstedt sind die Prägungen der Kindheit von größter Bedeutung, gerade weil er im Malprozess auf die Intuition aus dem Gefühl und den Erfahrungen aus dem Unterbewusstsein setzt. Auch wenn er heute abstrakt malt, sind seine Bilder nicht ohne den Bezug zur Wirklichkeit zu denken. Es geht ihm nicht um das Abbilden des Sichtbaren, sondern um die Bildwerdung von Gedanken und Empfindungen, die durch Farben, Formen und Strukturen mit Grunderfahrungen von uns Menschen verbunden sind. Er ist aufgewachsen in Bad Pyrmont - einem Ort, der durch die Schönheit seiner Parks und Alleen geprägt ist. Die Werbung des Badeortes gipfelte damals in dem Slogan: Der schönste Kurpark Deutschlands. Auch die repräsentative Bausubstanz, bei der es darum ging, Gäste anzuwerben und ihnen ein erbauliches Ambiente zu bieten, hat sicher zur ästhetischen Bildung des jungen Menschen beigetragen.

Eine zweite längere Phase des Aufenthaltes in Bad Pyrmont fand statt, als er nach dem Studium der Kunst in Berlin zu seinen Wurzeln zurückkehrte, um sich selbst zu finden.
In der Ausstellung werden Bilder aus diesem malerischen Neuanfang genauso vorgestellt wie seine Weiterentwicklung in der Suche nach dem" Inneren Bild" in einer ihm eigenen Bildsprache.

Er hat der Ausstellung den Titel Im Garten der Bilder gegeben, denn für ihn entwickeln sich die Bilder in ihrer besonderen Einzigartigkeit und Bedeutung aus ihrem inneren Zusammenhang heraus durch den Künstler als Gärtner. Auch bildet der Garten in diesem Kontext eine Metapher für die Kultivierung in der Kunst und durch die Kunst.

Bild: Frank Kunert

Frank Kunert: LIFESTYLE

Quellenmuseum Bad Wildungen

5. Dezember 2021 - 20. Februar 2022

Den Betrachter von Frank Kunerts Bildern erwartet eine seltsame Wirklichkeit. Seine Fotografien sind irritierend und witzig; zuweilen bleibt einem aber auch mal das Lachen im Halse stecken: ein Treppenlift, der nach draußen in den Himmel führt; das Eigenheim, das in einem Brückenpfeiler der Autobahn Platz findet; ein Hotel, dessen Zimmer nur über Außenleitern zu erreichen sind. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich: Es handelt sich um Modelle, die der Fotograf in minutiöser Kleinarbeit erbaut und in denen er die Absurditäten unseres Alltags auf die Spitze treibt. Am Ende fotografiert er die dreidimensionalen Illusionen bei künstlichem Licht im Studio.

In der die Menschen umgebenden Architektur manifestiert sich am deutlichsten deren Lebensweise. Architektur ist eine Ausdrucksform menschlicher Entwicklungen, Hoffnungen, Visionen – aber nicht selten scheitert die Umsetzung im Alltag grandios und treibt seltsame Blüten. In seinen Arbeiten gibt Frank Kunert den Auswüchsen zivilisierten Lebens tiefgründigen Ausdruck.

Frank Kunert (*1963 in Frankfurt am Main) absolvierte in den 1980er-Jahren eine Ausbildung zum Fotografen und widmet sich nun schon seit vielen Jahren dem Gestalten und Fotografieren seiner Miniaturmodelle im Studio. Die Arbeiten des Künstlers wurden in bisher drei Bildbänden (beim Hatje Cantz Verlag) und in diversen Magazinen publiziert (z. B. in Spiegel special, chrismon, DU - das Kulturmagazin) und in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, etwa in der FREELENS Galerie in Hamburg, im Museum of Arts and Design in New York und bei La Chambre in Straßburg. Frank Kunert erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Heinrich-Zille-Karikaturenpreis, die Silbermedaille beim Biennial Dimensional Salon in New York und den Deutschen Fotobuchpreis in Silber.

In der Ausstellung sind neben den Fotografien auch einige Originalmodelle zu sehen.