Philipp-Nicolai-Kirche Bad Wildungen
Bild: Katharina Jäger

Glaube gestaltet Räume - Reformation und Architektur

Wandelhalle Bad Wildungen

3. September - 12. November 2017

Architektur ist immer auch Ausdruck der gesellschaftspolitischen Epoche, in der sie entsteht.
Dieser Sachverhalt hat sich in besonderer Weise auch in den Zeiten der Reformation im 16. Jahrhundert mit Impulsen bis in die Neuzeit gezeigt. Die baulichen Auswirkungen betrafen vor allem den protestantischen Sakralbau, aber auch Bauaufgaben von Pfarrhäusern, Schulen und Krankenhäusern.
Die Ausstellung möchte diese Veränderungen in der Architektur dokumentieren. Die Entwicklung lässt sich durch die in Bad Wildungen vorhandenen Kirchenbauten
- Stadtkirche
- Philipp-Nicolai-Kirche
darstellen.
Erstmals wird auch ein Modell eines für Altwildungen geplanten Zentralbaus gezeigt, der ein futuristisches Konzept umgesetzt hätte.
Dieses findet sich wieder in einer Projektidee für einen Sakralbau, der die drei größten monotheistischen Religionen zusammen führen soll.
Dies ist als konkretes Denkmodell gedacht, um der Spaltung der pluralistischen Zivilgesellschaft entgegen zu wirken. Das Haus soll auch für jene offen sein, die der Religion fernstehen , aber bei allen Unterschieden, die bleiben,
                                   Begegnungen, Gespräche und Verständigung suchen.

Plakat zur Ausstellung "DenkmalLandschaftEifel.
Unsere Heimat in Photographien von Axel Thünker", © RTZ

DenkMalLandschaftEifel - Unsere Heimat in Photographien von Axel Thünker

In den Römerthermen Zülpich - Museum der badekultur

8. Juli - 12. November 2017

Die Stadt Zülpich gilt als Tor zur Eifel, die seit der Steinzeit besiedelt war. Im Laufe der Zeit veränderten und prägten Menschen immer wieder diese Landschaft. So sind durch das Eingreifen beeindruckende Kulturlandschaften entstanden.
Die Ausstellung des Photographen Axel Thünker zeigt stimmungsvolle Momentaufnahmen, außergewöhnliche Einblicke in die Kulturgeschichte sowie faszinierende Naturerlebnisse. Seine Photographien zeigen Hinterlassenschaften von Menschen, die auf den ersten Blick nicht auffallen, weil sie für unseren heutigen Blick dazugehören. Axel Thünker gelingt es, das Charakteristische und Unverwechselbare der Eifel mit ihren vielfältigen Facetten einzufangen. Indem er in seinen Aufnahmen etwas in der Landschaft positioniert, wird der Betrachter aufgefordert, das Motiv länger zu bertachten und genauer hinzusehen.
Angeregt durch seine Photographien erleben wir unsere Heimat in neuem Licht und entdecken Neues vor der eigenen Haustür.

Im 19. Jahrhundert wurde es Mode, vom Aufenthalt im Badeort Souvenirs als bleibende Erinnerung mitzunehmen. Foto: Stadtmuseum/-archiv Baden-Baden

Ausgepackt! – 125 Jahre Stadtmuseum Baden-Baden

Stadtmuseum Baden-Baden

23. Juli 2017 – 18. März 2018

Im Juli 1892 wurden auf Initiative des Stadtrates und Kunstdruckereibesitzers Stanislaus Kah die »Städtischen historischen Sammlungen«, heute Stadtmusem und Stadtarchiv, begründet. In 125 Jahren ist eine beachtliche und äußerst facettenreiche Sammlung entstanden. Dies verwundert nicht, blickt Baden-Baden doch auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück. Zum Jubiläum wird ausgepackt, was sonst mit der Verschlossenheit des Depots vorliebnehmen muss. Wir zeigen das Objekt mit der Inventarnummer eins, die älteste Urkunde von 1467, präsentieren römische Fundstücke oder einen Schatz seltener Goldmünzen aus der Oos. Lassen Sie sich auf der Suche nach der vergangenen Zeit von „Made in Baden-Baden“, „Stationen des Lebens“, Souvenirs berühmter Gäste bis hin zu „amtlich behütet“ überraschen!

Evangelische Stadtkirche in Baden-Baden: Eingangstür und historisches Foto vom Bau der Türme um 1875 sowie Unterschrift von dem im Baden-Baden erhaltenen Autograph Martin Luthers. Collage: Stadtmuseum/-archiv Baden-Baden

Reformation mit Hindernissen – 500 Jahre evangelischer Glaube in Baden-Baden

Evangelische Stadtkirchengemeinde Baden-Baden und Stadtmuseum Baden-Baden

28. April - 5 November 2017

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums laden die Evangelische Stadtkirchengemeinde Baden-Baden und das Stadtmuseum ein, sich auf die Spuren des evangelischen Glaubens in der über Jahrhunderte katholisch geprägten Markgrafschaft Baden-Baden zu begeben. Erst die religiöse Toleranz im Großherzogtum Baden und die Glaubensvielfalt der Gäste im Weltbad Baden-Baden im 19. Jahrhundert führten 1832 zur Gründung einer evangelischen Kirchengemeinde. 1864 konnte dann die Evangelische Stadtkirche eingeweiht werden. Heute sind die evangelischen Gemeinden selbstverständlicher Teil der Ökumene und ihre Kirchen, Pflegeheime oder Kindergärten ein Teil der Stadt. Ein eigenhändiges Manuskript von Martin Luther und ein Brief von Philipp Melanchthon stehen mit anderen Preziosen im Mittelpunkt der Ausstellung.

Puppenbadestube um 1950, Linus Dähnert

"Klein, blitz blank, kurios" – Miniaturtoiletten und Puppenbäder

Stadtmuseum im Spital Crailsheim

10. Dezember 2017 - 11. Februar 2018
Eröffnung, Sonntag 10. Dezember, 11 Uhr

Die Sammlung Roland Schmitt
Vor genau 100 Jahren löste ein Pissoir eine heftige Debatte um den modernen Kunstbegriff aus. „Fountain“ ist das berüchtigtste der ersten Ready-mades der Kunstgeschichte. Der Dadaist Marcel Duchamp reichte das handelsübliche Urinbecken signiert mit „R. Mutt“ 1917 bei einer Kunstausstellung in New York ein. Für Roland Schmitt, Künstler und Kunsterzieher, ist Duchamps Objekt der Auslöser für seine Beschäftigung mit dem Thema Toilette, WC, Bad, Sanitärwesen und seiner diesbezüglichen Sammelleidenschaft. Badezimmer, ein an die Kanalisation angeschlossenes Klosett auf der Etage oder in der Wohnung kommen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts auf. 40 % aller Menschen auf der Welt verfügen auch heute noch nicht über eine Toilette. Puppenbadestube und Toilette ergänzen das Puppenhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Spiel mit dem Haushalt im Kleinformat soll Mädchen auf die ihnen zugedachte Rolle als Hausfrau vorbereiten. Die kleinen Bäder und Toiletten spiegeln Hygienestandards und Design ihrer jeweiligen Zeit: von der weiß emaillierten Blechbadewanne bis zum poppig pinken Barbie Badezimmer. Neuster Schrei des Puppenbads der Crailsheimer Holz- und Spielwarenfabrik um 1970er Jahren war die Dusche, aus der tatsächlich Wasser kam und der beleuchtete Alibert Spiegelschrank. Neben Puppenstuben WCs existiert ein Fülle von Klominiaturen: Souvenirs, Feuerzeuge, Aschenbecher, Sanitärmodelle, Behälter für Salz, Pfeffer, Senf mit und ohne Benutzer. Roland Schmitts Sammlung umfasst derzeit ca. 1000 Miniaturtoiletten, 130 Puppenbadestuben, 300 Miniaturbadewannen, 180 Miniaturplumpsklos, 400 Publikationen und mehr als 1000 Fotos.