Beate Debus, Kopf mit Einblick

Mit der Wachheit der Sinne – Aus der Tiefe der Stille

Quellenmuseum Bad Wildungen

16. September – 18. November 2018

Eröffnung: Sonntag 16. September 2018, 11.30 Uhr

„Welche Bedeutung haben künstlerische Positionen, die aus der Wahrnehmung einer komplexen Wirklichkeit ihre Intentionen in die ureigensten Mittel der Bildenden Kunst, Form und Farbe, umsetzen?“ fragt das Exposé zum Ausstellungsprojekt „Mit der Wachheit der Sinne – aus der Tiefe der Stille“. In ihren Werken, die sich eher der kontemplativen Versenkung als dem rein intellektuellen Zugriff erschließen, beziehen die Künstlerinnen und Künstler dieser Ausstellung vielleicht nicht bewusst, aber intuitiv auch Position gegen die derzeit grassierende Politisierung der „Kuratorenkunst“ in den internationalen Biennalen und Kunstprojekten wie gegen eine „Siegerkunst“ (Wolfgang Ullrich), deren Auktionspreisen in Materialwert und handwerklicher Umsetzung kein auch nur annähernd adäquater Gegenwert mehr gegenübersteht.
Alle an dieser Ausstellung beteiligten Künstlerinnen und Künstler zeichnen sich durch die künstlerische Vision, den Mut und das handwerkliche Können aus, die Welt nicht nur zu doppeln und zu kommentieren, sondern ihr in den Kunstwerken eine Gegenwelt an die Seite zu stellen. Mit handwerklicher Perfektion übernehmen sie Verantwortung für ästhetische Maßstäbe, die sie mit ihren Kunstwerken setzen. Statt Reizüberflutung zu kritisieren, schaffen die einzelnen Kunstwerke Räume der Kontemplation und der bleibenden Schönheit. Aus der überfließenden Bejahung der Welt bleiben die Kunstwerke nicht bei Denkanstößen stehen, sondern geben je eigene Antworten – nicht mit Hilfe intellektueller Erklärungen, sondern mit Hilfe der Erkenntnisse, wie sie nur die unmittelbare Evidenz wirklicher Kunstwerke vermitteln kann.

Dr. Cornelie Becker-Lamers, Weimar

 

 

Die bunte Welt der Gartenzwerge

Kur-Stadt-Apothekenmuseum Bad Schwalbach

22. April 2018 - 7. Oktober 2018

Anlässlich der Landesgartenschau hat sich das Bad Schwalbacher Museum für seine Sommerausstellung ein "gartennahes" Thema ausgesucht: Bis in den Oktober erobern Gartenzwerge das Museum.

Um 1884 erblickte der erste Gartenzwerg, so wie wir ihn heute kennen, in einer Tonwarenfabrik in Tschechien das Licht der Welt. Bis in die 1930er Jahre scheuten sich renommierte Bildhauer nicht, Wichtelmodelle für die vielen Fabriken u.a. in Thüringen zu entwerfen. Die liebenswert-menschlichen Züge der Figuren dürften mit ein Grund dafür sein, dass Gartenzwerge seit dieser Zeit ihren Siegeszug in die Wohnzimmer und die Gärten antraten.
Nach Schätzungen gibt es heute noch rund 25 Millionen der bunten Zipfelmützenträger in Deutschland. Ihren Weg haben die fröhlichen Gesellen selbst in Kunstgalerien gefunden, wo sie als "Goldzwerge" oder als freche Satire-Zwerge ihren Käufern entgegenstrahlen.

Aus einer der größten privaten Sammlungen Deutschlands, die dem Saarländer Sven Berrar gehört, zeigt das Museum über 120 teils sehr alte und kunstvoll gearbeitete Zwerge. Darunter sind manche unter Sammlern hoch gehandelten seltenen Zwerge, die mit mehr als 100 Jahren schon auf ein ehrwürdiges Alter zurückblicken.
Auch Privatpersonen aus Bad Schwalbach, Kemel, Georgenborn, Wörsdorf und Taunusstein sind der Bitte des Museums gefolgt und haben "ihre" Schätzchen, manche liebvoll mit Namen versehen, für die Ausstellung zur Verfügung gestellt.

In der familienfreundlichen Ausstellung können Kinder und Erwachsene Zwerge selbst bemalen. Eine Manufaktur in Gräfenroda/Thüringen lieferte dem Museum Rohlinge. An "Schätzertagen", deren Termine rechtzeitig bekannt gegeben werden, begutachtet S. Berrar mit Kennerblick die mitgebrachten Zwergenfiguren.

 

 

Bad Wildungen, Kurhaus um 1890

101 Häuser, die es nicht mehr gibt.

Quellenmuseum Bad Wildungen

13. Mai 2018 – 26. August 2018

Eröffnung: Sonntag 13. Mai 2018, 11.30 Uhr

„101 Häuser, die es nicht mehr gibt“ Wie geht man mit historischer Bausubstanz um?
Villa Goecke, Villa Krüger, (altes) Kurhaus – dies sind nur drei Beispiele von Gebäuden, die abgerissen wurden, um Neuem Platz zu machen. In Modellen, Skizzen und Plänen werden rund 101 Bauwerke dokumentiert, die das Erscheinungsbild der Kurstadt früher prägten.

 

 

Strandnixe, Stadtarchiv Norderney

„Ab in den Urlaub!“. Bademode im Wandel der Zeit

Museum Nordseeheilbad Norderney

6. Mai 2018 - 28. Oktober 2018

Sie kann bunt, fransig, grell, knapp, formend sowie funktionell sein und fast immer verbindet man sie mit besonderen Urlaubserinnerungen an Strand und Meer: unsere Badebekleidung. Heute gibt es die verschiedensten Stylings, Muster und Farben. Doch war das schon immer so? Wie entstanden erste Badekostüme? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Ausstellung „Ab in den Urlaub! Bademode im Wandel der Zeit“. 

Die ausgestellten Exponate präsentieren mehr als 100 Jahre Badegeschichte. Der Bikini, der dieses Jahr bereits seinen 70. Geburtstag feiert, moderne Badeanzüge, die Sportgeschichte geschrieben haben und der Monokini, der freien Blick aufs Dekolletee gewährt, sind nur ausgewählte Highlights. Accessoires wie Sonnenbrillen und -hüte, transportable Umkleidekabinen und Campingmodelle zeigen die Urlaubssehnsucht nach Sommer, Sonne und Meer.

Die Sonderausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur und wird um eigene Exponate erweitert, die erstmals in dieser Ausstellung gezeigt werden.