Arnold Beuke, Stadtarchiv Bad Salzuflen und Sonja Beinlich. Foto: Jan Christian Pinsch

Auf Schatzsuche im Staatsbad-Keller Bad Salzuflen

Das 200jährige Jubiläum in diesem Jahr schafft Bewusstsein für die historische Aufarbeitung.

Gründungsvater des Bades ist Dr. med. Heinrich Hasse, der im Juli 1817 den Vorschlag zur Errichtung einer „Badeanstalt“ bei der Rentkammer in Detmold einreichte, um die „heilsamen Wirkungen“ der Sole zu nutzen. Es wurden 5 Badewannen bewilligt, sodass am 14. Juli 1818 der Badebetrieb aufgenommen werden konnte, wenngleich auch in einem bescheidenen Rahmen im bereits bestehenden Pumpenhaus. Davon ausgehend konnte sich Bad Salzuflen zu einem der führenden Bäder entwickeln und diese Entwicklung soll nun historisch fundiert aufgearbeitet werden.
Seit Mitte Mai kümmert sich Sonja Beinlich, Geschichts-Masterstudentin an der Universität Bielefeld, um die Erfassung und Erschließung der Akten, Fotos und Karten, das „Heben“ der Schätze, die bisher in den Kellern schlummerten. Schon jetzt sind interessante Dokumente aufgetaucht, wie zum Beispiel alte Kurlisten von 1890 und 1891 oder ein Ordner mit alten Patenten. Gerne werden wir Ihnen demnächst hier einige der Fundstücke präsentieren.

Historische Reklameanzeigen


Mit finanzieller Hilfe des Hessischen Heilbäderverbandes konnte für die Balneologische Bibliothek in der Rudolf-Lorenz Stiftung (Städtische Museen Bad Wildungen) ein Konglomerat von rund 600 historischen Reklameanzeigen angekauft werden.

Es handelt sich um originale Anzeigenmotive, Illustrationen und Redaktionsseiten aus den Jahren 1865 bis 1981.

282 Blätter stammen aus den Jahren 1888 bis 1918, rund 30 entfallen auf die Jahre davor; 150 auf den Zeitraum 1919 bis 1941, der Rest auf die Zeit bis 1981.

Es tauchen fast alle bekannten deutschen und österreichischen Kur- und Badeorte auf; häufig beworben werden u.a. Bad Ems, Bad Kissingen, Bad Nauheim, Baden-Baden und Bad Homburg.

Teilnehmer der 11. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kur- und Bädermuseen

11. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kur- und Bädermuseen

5. – 7. Oktober 2017 in Bad Kissingen, Museum Obere Saline

Thematischer Schwerpunkt der diesjährigen Tagung der AG Kur- und Bädermuseen war die Digitalisierung von Gästelisten.
Gästelisten (Kurlisten, Fremdenlisten, Gästezeitungen) befinden sich in fast allen Museen. Einzelbestände reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, komplette Reihen sind eher ab Mitte des 19. Jahrhunderts vorhanden und wurden teilweise bis ins Jahr 1983 gesammelt, als die Erfassung von Personendaten anlässlich des Gesetzes zur Volkszählung neu geregelt wurde.
Die Teilnehmer der Tagung informierten über den jeweiligen Stand der digitalen Erfassung der Gästelisten. Als Zielsetzung wurde formuliert, möglichst viele Daten in digitaler Form zu erfassen und diese später in einer Datenbank zusammenzufassen. Damit würden sowohl die Bearbeitung von Anfragen nach einzelnen Personen erheblich erleichtert als auch die umfassende wissenschaftliche Bearbeitung statistischer und auch sozialgeschichtlicher Themen ermöglicht.
Zunächst sollen die Bestände der einzelnen Kur- und Bädermuseen aufgelistet werden, um Interessierten einen Überblick über den Bestand geben zu können.

Die 12. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kur- und Bädermuseen findet im Oktober 2018 in Bad Ems und Bad Schwalbach statt,